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Online gestellt: 08.02.2010 13:29 Uhr
Aktualisiert: 08.02.2010 13:34 Uhr
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Wasserrohre: ÖVP fordert flotte Sanierung ohne Austausch

Laut Wiener ÖVP sind 40 Prozent der Leitungen zu sanieren. Grabungsarbeiten seien dank moderner Technologie allerdings nicht nötig. 
Die Wiener ÖVP fordert einen raschen Austausch.Die Wiener ÖVP fordert einen raschen Austausch.Bilderbox
In Wien haben zuletzt einige größere Wasserrohrbrüche für Aufsehen gesorgt. Den alten Grauguss-Leitungen machen vor allem die derzeit herrschenden tiefen Temperaturen zu schaffen. Die Wiener ÖVP fordert nun eine möglichst rasche Sanierung der Rohre. Möglich wäre dies ganz ohne Grabungsarbeiten, wie VP-Umweltsprecher Roman Stiftner am Montag in einer Pressekonferenz versicherte.

Die größeren Überflutungen - die meist auch zu umfangreichen Straßensperren führen - sind laut Stiftner nur die Spitze des Eisbergs, was auch die Wasserwerke inzwischen zugeben würden: "In Wirklichkeit gibt es jeden Tag einen Wasserrohrbruch." Meist seien die Folgen nicht so gravierend, Kosten würden aber dennoch entstehen. Laut ÖVP fährt die regierende SPÖ dazu eine "Beschwichtigungsstrategie", indem sie darauf verweist, dass jährlich ohnehin rund ein Prozent der Rohre ausgetauscht wird.

40 Prozent der Leitungen zu sanieren?

Wenn man davon ausgehe, dass 40 Prozent der Leitungen zu sanieren seien, würde die Erneuerung trotzdem 40 Jahre dauern, rechnete Stiftner vor. Er forderte eine raschere Sanierung des Netzes. Möglich wäre eine solche durch den Einsatz einer modernen Technologie, bei der nicht aufgegraben werden müsse. Denn die alten Rohre bleiben im Erdreich, es wird stattdessen ein Schlauch in die Leitung eingebracht. Dieses "Rohr-im-Rohr"-System zeichnet sich laut ÖVP nicht nur durch kurze Bauzeit, sondern auch durch niedrigere Kosten aus.

Stiftner verlangte die flächendeckende Anwendung dieser Technologie. Bis 2015 könnte seiner Ansicht nach ein Großteil der älteren, besonders gefährdeten Rohre ausgewechselt sein. Das würde rund 200 Mio. Euro kosten. Dieser Betrag könnte zu einem guten Teil durch die Überschüsse, die im Bereich Wasser/Abwasser erwirtschaftet werden, aufgebracht werden, zeigte sich der VP-Politiker überzeugt.

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