Nach den Türkenbelagerungen erlitten Liesings Gebäude schwere, irreversible Beschädigungen.
Im Jahre 1002 n. Chr. wurde Liesing erstmals in einem Schenkungsdokument des römisch-
deutschen Kaisers urkundlich als Liezznica erwähnt, was aus dem slawischen übersetzt soviel bedeutet wie Waldbach. Gemeint ist der dortige Liesingbach, der in der damaligen Zeit viele Mühlen betrieb.
1188 sollte der Ort den Babenbergern gehören, doch auch unter den Habsburgern blieb Liesing landesfürstlich.
Liesing war vor allem durch Weingärten, Felder, einigen Bauernhäusern und Schlössern gekennzeichnet, die allerdings von den Türken während der beiden Wiener Türkenbelagerungen in den Jahren 1529 und 1683 zerstört wurden. Zwischen diesen beiden dramatischen Ereignissen wurde im Jahre 1543 der Ort der Lehensherrschaft des Bistums Wien unterstellt.
In den darauf folgenden Jahren sollte es relativ still um Liesing werden. Größere und bedeutende Entwicklungen fanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts statt, als sich die ersten Fabriken ansiedelten Liesing sollte eine Karriere als Industrieort starten und im Jahre 1905 zur Stadt erhoben werden. In Folge der Vergrößerung Wiens von 21 auf schließlich 26 Bezirke im Jahre 1938 wurde Liesing und dessen Gerichtsbarkeit als 25. Wiener Bezirk eingetragen. Nach der Besetzung Wiens durch die alliierten Truppen wurde das Gesetz für nicht anerkannt erklärt Liesing fiel dem Bundesland Niederösterreich an. Endgültig sollte Liesing im Jahre 1954 wieder Wien eingemeindet werden. Liesing ist seit diesem Zeitpunkt der 23. Wiener Gemeindebeszirk.